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Einführung - Geopark Sankt Annaberg

Der Geopark „Sankt Annaberg” ist einer der wenigen Orte auf der polnischen Landkarte, wo man auf einem recht kleinen Gebiet von 5.051 Ha eins der schönsten und gut erhaltenen Profile des mittleren Muschelkalksteins mit einer reichen gut erhaltenen Fauna sehen kann. Außer den überwiegenden Felsen aus dem Mitteltrias, kommen hier auch darunterliegende Sandsteinsedimente und Karbongesteine vor, die im Ort Zyrowa/Żyrowa erhalten geblieben sind, sowie die viel jüngeren Vulkanite vom Gipfel des Sankt Annabergs. Die einstigen geologischen Prozesse waren äußerst vielschichtig, weshalb wir in den Felsen Anzeichen der Kontaktmetamorphose, Deformationen, Sprünge, Absackungen, Karstformen beobachten können. Das dominierende Landschaftselement sind Äcker, die wie Meerwellen von allen Seiten die Erhebung des Chelms umgeben. Das Äußere der anliegenden Gebiete verdanken wir der skandinavischen Vereisung, die die Landschaft endgültig gestaltet hat. Das sich zurückziehende Inlandeis hinterließ Sandmaterial sowie kleinere und größere Findlinge, die zahlreich auf Feldern auftreten. Im nördlich-östlichen Teil des Parks befinden sich sichtbare Lössdecken, in denen das Wasser malerische Schluchten und trockene Täler formte. Ein zusätzlicher Vorzug dieses Ortes sind auch die geschichtlich-kulturellen Attraktionen, die viele Touristen in die Gegend des Sankt Annabergs locken.

Alle diese natur-geologischen Faktoren auf diesem Gebiet trugen zur Gründung des zweiten Nationalen Geoparks „Sankt Annaberg”.

Derzeit wurden auf dem Gebiet Polens drei Geoparks gegründet: der Muskauer Faltenbogen, der Sankt Annaberg (Woiwodschaft Opole) und der Nationalpark Riesengebirge mit seiner Schutzzone. Alle drei entstanden dank ihren einzigartigen geologischen Besonderheiten. Nach Vorhaben sollen die Geoparks in Polen dank Erstellung eines Netzes von Dokumentationsstellen und dank aktivem Schutz von bloßgelegten Felsen und Reliefformen wertvolle Geostellen bewahren. Zum Zweck der Popularisierung werden Lehrpfade samt einer die Besichtigungn erleichternden Infrastruktur,  sowie Geologie-Infopunkte erstellt. Alle diese Handlungen sollen das geologische Bewusstsein verbessern und die Entwicklung des Geotourismus in Polen fördern. Solche Gebiete dienen der Erdwissenschaft,  Lehrveranstaltungen im Freien können hier stattfinden und aktive Lehrformen unterstützt werden.

Dem Gebiet des Sankt Annaberges wurde am 1. Juni 2010 während der Freilichtveranstaltung „Begegnung auf dem Vulkan“, die durch die Gesellschaft Annaland und den Verband Oppelner Landschaftsparks – Abteilung in Sankt Annaberg organisiert wurde, der Status des Nationalen Geoparks verliehen. Das ganze Gebiet des Geoparks befindet sich auf dem Territorium des Landschaftsparks und nimmt 70% seiner Fläche ein. Auf seinem Gelände wurde ein Geologiepfad entworfen (10 km Länge), der im Ort Góra Św. Anny/Sankt Annaberg anfängt (geologisches Reservat – Nephelinitsteinbruch) und im Ort Nieder Ellguth/Ligota Dolna endet (Reservat für xerotherme Vegetation). Der Pfad verbindet die interessantesten natur-geologischen Plätze: den Nephelinitsteinbruch, das Kuhtal/Dolina Krowioka, das Amfitheater, das Reservat „Biesiec” und den Steinbruch Nieder Ellguth/Ligota Dolna. Auf dem Weg befinden sich 11 Geostellen mit Informationstafeln (vorbereitet durch das Team des Staatlichen Instituts für Geologie - der Oberschlesischen Abteilung in Sosnowiec), die auf eine interessante und verständliche Weise die einzelnen Plätze beschreiben. Der Geologiepfad führt durch bereits bestehende Touristenrouten, weshalb man ihn problemlos zu Fuß oder auf dem Fahrrad durchqueren kann. Jede Geostelle kann man einzeln besichtigen, ohne die Nummerierung zu beachten, weil  für eine gute Verständnis die Informationen auf den anderen Tafeln nicht dringend nötig sind. Dank einem so vorbereiteten Pfad können Ausflüge ohne Reiseleiter stattfinden. Die Überquerung  der geologischen Route dauert ungefähr 6-7 Stunden. Personen, die alle Stellen sehen und den geologischen Bau detailliert erkunden möchten, brauchen dazu etwa zwei Tage. Dieses ermöglicht ein reichhaltiges Unterkunfts- und Gastronomieangebot   auf dem Sankt Annaberg.

Dank der Lage des Geoparks auf dem Gebiet des Landschaftsparks „Sankt Annaberg”, kann auf dem Weg durch andere Lehrpfade der Aufenthalt auf diesem Gebiet zusätzlich durch die Erkundung der historisch-kulturellen und natürlichen Attraktionen bereichert werden. Für organisierte Schulgruppen und nach vorheriger Vereinbarung organisieren die Mitarbeiter des Landschaftsparks Lehrveranstaltungen im geologischen Reservat.

 

 

Quellenverzeichnis: „Zanim Góra Św. Anny wynurzyła się z morza. Skamieniałości, jaskinie i drogie kamienie wokół sanktuarium św. Anny“

Autor: Robert Niedźwiedzki, Marek Zarankiewicz

Ausgewählte Bibliographie (nur polnischsprachig)

*In dieser Bearbeitung wurden dank Einverständnis der Oppelner Redaktion der Gazeta Wyborcza, Fragmente des Textes von Robert Niedźwiedzki, erschienen in der Gazeta Wyborcza am 3.11. und 30.12.2006 veröffentlicht. Es wurden auch archäologische Hinweise von Dr. Andrzej Wiśniewski von der Breslauer Universität berücksichtigt.

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